Daimler Truck: Gewinneinbruch von 34 %

Schwache Nachfrage und US-Zölle schrumpfen Daimler-Truck-Gewinn um ein Drittel

Daimler Truck: Gewinneinbruch von 34 %: Schwache Nachfrage und US-Zölle schrumpfen Daimler-Truck-Gewinn um ein Drittel
Erstellt am 12. März 2026

Daimler Truck musste im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Hauptgründe dafür waren unter anderem US-Zölle sowie eine schwache Nachfrage auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt. Insgesamt sank der Konzerngewinn um 34 Prozent.

Wie das Unternehmen mitteilte, fiel das Konzernergebnis 2025 von etwa 3,1 Milliarden Euro im Vorjahr auf rund zwei Milliarden Euro. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bezeichnete der Konzern das Ergebnis als stabil. Unternehmenschefin Karin Rådström betonte, dass Daimler Truck seine operative Leistung in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld sogar verbessern konnte.

Dennoch verschlechterten sich mehrere wichtige Kennzahlen. Der Umsatz ging um neun Prozent zurück und lag mit etwa 49,5 Milliarden Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 54,1 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis im Industriegeschäft sank um rund 20 Prozent auf etwa 2,8 Milliarden Euro.

Parallel dazu verringerte sich auch der Absatz. 2025 verkaufte der Konzern weltweit 422.510 Lastwagen und Busse. Das entspricht einem Rückgang von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besonders stark betroffen war der nordamerikanische Markt. Dort brachen die Verkaufszahlen um 26 Prozent ein, sodass nur noch rund 142.000 Fahrzeuge abgesetzt wurden. Viele Transportunternehmen zögern derzeit mit neuen Bestellungen, da die zukünftige Entwicklung des Transportbedarfs – auch wegen der US-Zölle – schwer vorherzusagen ist.

Für das Jahr 2026 zeigt sich Daimler Truck jedoch optimistisch. Das Unternehmen erwartet eine Verbesserung der operativen Ergebnisse, unter anderem durch steigende Produktionszahlen und effizientere Abläufe. Ein positives Signal ist der Auftragseingang: Dieser stieg 2025 um zwei Prozent auf 425.458 Fahrzeuge. Im vierten Quartal lag er sogar 13 Prozent über dem Vorjahreswert.

Zusätzlich arbeitet der Konzern mit dem Sparprogramm „Cost Down Europe“ an einer Senkung der Kosten. Bis 2030 sollen die Ausgaben in Europa um mehr als eine Milliarde Euro reduziert werden. In Deutschland könnten dabei etwa 5.000 Arbeitsplätze wegfallen, vor allem bei der Marke Mercedes-Benz.

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